Was tun bei Spam?

Wie geht man richtig mit Spam um?

Sollte man mal von Spam E-Mail genervt werden ist es wichtig die richtige Reaktion zu zeigen und nicht einfach die E-Mail zu löschen.

Wir möchten anhand eines Beispiels einmal die Möglichkeiten schildern welche man in Erwägung ziehen sollte um Spam langfristig aus seinem E-Mail Postfach zu verbannen.

Option 1:

Wettbewerbszentrale:

www.wettbewerbszentrale.de/de/beschwerdestelle/beschwerdeformular/

Einfach hier den Link klicken und den Vorfall über das Beschwerdeformular melden, danach wird der Spam Versender direkt von den Anwälten der Wettbewerbszentrale angeschrieben. Es ist keine weitere Handlung von Ihrer Seite nötig.

Option 2:

E-Mail Kontakt:

Hierzu einfach folgende Vordruck verwenden um dem Spam-Versender zu den Aktionen aufzufordern.

Unverlangte Werbe-E-Mails für Ihre Website unter “HOMEPAGE ANGEBEN”

Sehr geehrte Damen und Herren,

am “DATUM ANGEBEN” erhielt ich unverlangte Werbe-E-Mails auf meinen überwiegend privat genutzten E-Mail-Account “E-MAIL  ANGEBEN”, der auf die Website unter “HOMEPAGE ANGEBEN” verweist, für die Sie rechtlich verantwortlich sind. 

Ich habe bislang keinerlei Kontakt zu Ihrem Unternehmen gehabt oder die Zusendung derartiger Mails in irgendeiner Art und Weise angefordert. Insbesondere habe ich mich nicht in eine irgendwie geartete Mailingliste eingetragen um derartige Informationen zu erhalten. Die Beweislast für eine solche Eintragung liegt nach der Rechtsprechung ohnehin auf Ihren Seiten.

Wie Ihnen sicher bekannt ist, stellt die Werbung mittels E-Mail eine unzulässige und unterlassungsfähige Belästigung im Sinne von §§ 823, 1004 BGB dar, da sie die Aufmerksamkeit des Betroffenen über Gebühren hinaus in Anspruch nimmt und zu einer unzumutbaren Belastung des Privat- und Arbeitsbereichs führt. Bei dem Versand auf privat genutzten Mail-Accounts liegt zudem ein zielgerichteter Eingriff das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Betroffenen gemäß § 823 Abs. 1 BGB vor. Dies ergibt sich bereits aus § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) und entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil 11.03.2004 – I ZR 81/01; BGH, Beschluss vom 20.05.2009 – I ZR 218/07; BGH, Beschluss vom 10.12.2009 – I ZR 201/07).

Ich fordere Sie daher auf, bis

Freitag, den “DATUM ANGEBEN”, 12.00 Uhr hier eingehend,

gemäß § 34 BDSG Auskunft darüber zu erteilen:
 

  1. Welche Daten über mich bei Ihnen gespeichert sind und zu welchem Zweck (§ 34 I-III BDSG i.V.m. § 6 II, § 28 Abs. 4),2. mir mitzuteilen, aus welcher Quelle Sie diese Daten erhalten haben (§ 34 I Nr.1 BDSG),3. sofern eine Weitergabe stattfand, mir alle weiteren Empfänger der Daten zu nennen (§ 34 I Nr.2 BDSG),4. sofort sämtliche meiner bei Ihnen gespeicherten personenbezogenen Daten aus Ihren Beständen zu löschen (§ 35 II BDSG)

Die Abgabe dieser Erklärung erwarte ich ebenfalls innerhalb der Ihnen gesetzten Frist bis zum “DATUM ANGEBEN”.

Sollten Sie innerhalb der gesetzten Frist nicht die Unterlassungs- und Datenschutzerklärung abgegeben haben, so werde ich unverzüglich gerichtliche Schritte gegen Sie einleiten.

Mit freundlichen Grüßen,

“NAMEN ANGEBEN”

Nach dem Versand dieses Schreibens erhält man relativ schnell eine Reaktion – in diesem Fall war die Reaktion sogar innerhalb 2 Tage in meinem Briefkasten:

Im Regefall erhalten Sie neben dem netten Schreiben eine Unterlassungserklärung welche gerichtlich verwertbar wäre falls es zu einem nochmaligen Spam-Erhalt kommen sollte.

Diese Unterlassungserklärung einfach aufbewahren!

Gerne können Sie sich auch an dixmind UG Ihre Digital Agentur wenden damit solche Spam-Versender ordentlich abgestraft werden!